Der Import eines Fahrzeugs aus den USA wird in Deutschland immer beliebter. Attraktive Preise, umfangreiche Ausstattung und Modelle, die auf dem europäischen Markt kaum verfügbar sind, machen US-Fahrzeuge besonders interessant. Gleichzeitig lauern jedoch viele Fallstricke, die schnell zu hohen Zusatzkosten oder sogar zur Nichtzulassung führen können.
In diesem Artikel zeigen wir die häufigsten Fehler beim Import eines US-Autos und erklären, wie Sie diese vermeiden.
Fehler Nr. 1: Keine oder falsche CARFAX-Prüfung
Ein sehr häufiger Fehler beim Import eines US-Fahrzeugs ist, den CARFAX-Bericht nicht oder nur oberflächlich zu prüfen.
Mögliche Risiken
- Verschwiegene Unfallschäden
- Manipulierte Laufleistung (Odometer Fraud)
- Nutzung als Mietwagen oder Taxi
- Hochwasser- oder Brandschäden
So vermeiden Sie diesen Fehler
- Immer einen vollständigen CARFAX-Report prüfen
- Service History, Odometer und Title Brand kontrollieren
- Mit Auktionsfotos & Verkäuferinfos abgleichen
Fehler Nr. 2: Salvage Title und Rebuilt Title unterschätzen
Viele Käufer wissen nicht genau, was ein Salvage Title oder Rebuilt Title für die Zulassung in Deutschland bedeutet.
Typische Probleme
- Erschwerte oder unmögliche Zulassung
- Probleme bei der TÜV-Abnahme
- Geringerer Wiederverkaufswert
- Zusätzliche Gutachten/Nachweise erforderlich
So vermeiden Sie diesen Fehler
- Clean / Salvage / Rebuilt genau unterscheiden
- Vor dem Kauf Zulassungsfähigkeit klären
- Reparaturumfang realistisch bewerten
Fehler Nr. 3: Fehlerhafte oder unvollständige Zollpapiere
Fehler bei der Verzollung gehören zu den kostspieligsten Problemen beim Import eines US-Autos.
Häufige Ursachen
- Falsche Fahrzeugwerte auf der Rechnung
- Tippfehler in der VIN
- Fehlende Dokumente
- Falsche Berechnung von Zoll und Einfuhrumsatzsteuer
So vermeiden Sie diesen Fehler
- Zollunterlagen sorgfältig vorbereiten
- Mit erfahrenen Zollagenten arbeiten
- Alle Angaben vor Einreichung prüfen
Fehler Nr. 4: Fehlende oder verlorene Dokumente
Ohne vollständige Unterlagen kann selbst ein technisch einwandfreies Fahrzeug in Deutschland nicht zugelassen werden.
Wichtige Dokumente
- Original US Title
- Bill of Sale
- Exportdokumente
- EU-Zollunterlagen
So vermeiden Sie diesen Fehler
- Lückenlose Kontrolle aller Dokumente
- Originale & Kopien sicher aufbewahren
- Importeur nutzen, der den Prozess verantwortet
Fehler Nr. 5: TÜV-Probleme unterschätzen (§21 Einzelabnahme)
Viele Käufer beschäftigen sich erst nach Ankunft des Fahrzeugs in Deutschland mit den Anforderungen der TÜV §21 Einzelabnahme.
Typische TÜV-Probleme
- Rote Blinker
- Fehlende Nebelschlussleuchte
- Nicht EU-konforme Beleuchtung
- Tachometer nur in mph
- Geräusch- und Abgaswerte
So vermeiden Sie diesen Fehler
- Notwendige Umbauten vorab einkalkulieren
- Modelle mit geringem Anpassungsaufwand wählen
- Experten mit US-Erfahrung einbinden
Fehler Nr. 6: Gesamtkosten falsch kalkulieren
Der Kaufpreis auf der Auktion ist nur ein Teil der tatsächlichen Kosten. Wer falsch kalkuliert, erlebt böse Überraschungen.
Häufig vergessene Kostenpunkte
- Auktions- und Händlergebühren
- Inlandstransport in den USA
- Seefracht
- Zoll und Steuern
- Umbauten für EU-Normen
- TÜV und Zulassung
So vermeiden Sie diesen Fehler
- Gesamtkosten immer „schlüsselfertig“ berechnen
- Mit deutschem Markt vergleichen
- Transparente Kostenaufstellung verlangen
Fazit
Der Import eines Autos aus den USA kann sich lohnen – wenn typische Fehler vermieden werden.
Eine gründliche Prüfung, korrekte Dokumente und realistische Kostenkalkulation sind entscheidend.
Masso Cars & Co bietet einen Full-Service rund um den US-Autoimport – von der Fahrzeugauswahl und CARFAX-Prüfung bis hin zu TÜV-Abnahme und Zulassung in Deutschland.